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Sonnencreme und Sonnenhut am Strand – Sonnenschutz-Tipps der MarienApotheke Mengen
16. August 2026

Sonnenschutz 2026: Die häufigsten Fehler — und wie Sie sie vermeiden

„Ich habe doch eingecremt" — diesen Satz höre ich in der Apotheke jeden Sommer, kurz nachdem jemand mit einem schmerzhaften Sonnenbrand vor mir steht. Meist liegt es nicht am fehlenden Willen, sondern an kleinen, aber entscheidenden Fehlern bei der Anwendung. Mit der anhaltenden Sommerhitze möchte ich Ihnen die häufigsten Stolpersteine beim Sonnenschutz zeigen — und was wirklich zählt.
Sonnencreme wird großzügig aufgetragen – Anwendungsfehler beim Sonnenschutz, MarienApotheke Mengen

Die häufigsten Fehler beim Eincremen

Für den ganzen Körper eines Erwachsenen werden etwa 30 bis 40 Milliliter Sonnencreme benötigt — das entspricht ungefähr einem gut gefüllten Schnapsglas. Die meisten Menschen verwenden deutlich weniger, wodurch der angegebene Lichtschutzfaktor in der Praxis nie erreicht wird.
Sonnenschutzmittel sollten außerdem schon 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenkontakt aufgetragen werden, damit sich der Schutzfilm vollständig ausbilden kann. Wer sich erst am Strand eincremt, ist in den ersten Minuten praktisch ungeschützt.
Auch das Nachcremen wird oft missverstanden: Es verlängert die Schutzdauer nicht über das ursprüngliche Limit hinaus, sondern stellt nur den Schutz wieder her, der durch Schwitzen, Wasser oder Abrieb verloren geht. Und: UV-Strahlung durchdringt Wolken zu einem großen Teil, auch an bedeckten Tagen ist Sonnenschutz wichtig. Wasser, Schnee und heller Sand reflektieren UV-Strahlung zusätzlich — beim Schwimmen oder am Strand lohnt sich besonders sorgfältiges und häufiges Nachcremen.
Entspannte Frau im Sommer im Freien – gut geschützte Haut, MarienApotheke Mengen

Was tun, wenn es doch passiert ist?

Bei einem leichten Sonnenbrand helfen kühlende Gele, idealerweise mit Aloe Vera, sowie ausreichend Flüssigkeit. Bei stärkeren Verbrennungen mit Blasenbildung, Fieber oder starkem Schüttelfrost sollte zeitnah ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden — das kann auf einen Sonnenstich oder eine ausgeprägte Hautschädigung hinweisen.
Als Faustregel für den passenden Lichtschutzfaktor gilt: Je heller der Hauttyp, desto höher sollte der LSF sein. Bei sehr heller Haut empfehlen wir grundsätzlich LSF 50, bei mittlerer Haut mindestens LSF 30. Kinder sollten generell mit einem hohen Lichtschutzfaktor und speziell für Kinderhaut entwickelten Produkten geschützt werden.
Sonnenschutz ist kein Detail, sondern eine der wirksamsten Maßnahmen, die Sie für Ihre Hautgesundheit treffen können — auch mit Blick auf spätere Hautalterung und das Hautkrebsrisiko. → Kommen Sie gerne zu uns, wenn Sie unsicher sind, welches Produkt zu Ihrem Hauttyp passt.
Diese Informationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung. Bei Hautveränderungen oder Unsicherheiten empfehlen wir den Besuch bei Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt oder einer Dermatologin bzw. einem Dermatologen.

Häufige Fragen zum Sonnenschutz

Brauche ich im Schatten auch Sonnenschutz?
Wie lange ist eine angebrochene Sonnencreme haltbar?
Sind chemische oder mineralische Sonnenschutzfilter besser?
Schützt Make-up mit LSF ausreichend?